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125 Milliarden US $ kostet die Behandlung von Krebserkrankungen

inzwischen jedes Jahr in USA . Davon entfallen 47 Milliarden US $ auf den Einsatz teurer Medikamente ( Zytostatika ). Demgegenüber beträgt die Verlängerung der Überlebenszeit im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung durch den Einsatz von Bestrahlung oder Zytostatika meist nur wenige Wochen bei schlechter Lebensqualität!
Ist dieser Ansatz überhaupt noch zu vertreten? Diese Frage hat der US Experte Dr. Ralph Moss aus USA auf der internationalen Tagung zum aktuellen Stand der Krebsmedizin im Rahmen der diesjährigen Medizinischen Woche in Baden-Baden gestellt. Immer mehr Geld für vergleichsweise wenig Erfolg? Dies kann auf Dauer nicht sinnvoll sein - so Dr. Moss. Dies gilt nicht nur für USA sondern für alle modernen Industriestaaten. Wir müssen in Bezug auf Prävention und Behandlung von Tumorerkrankungen auf breiter Front umdenken und uns von der viel zu simplen Betrachtung des Tumorgeschehens auf Grundlage militärischer Strategien ( "wegschneiden", "zerstrahlen" oder "vergiften" ) verabschieden. Es ist entscheidend, die biologischen Mechanismen der Tumorentstehung sowie das dynamische Wechselspiel zwischen Tumor und Stoffwechsel besser zur verstehen und zur Grundlage von Prävention und Therapie machen. Erst dann werden wir auch in diesem Bereich der Medizin erfolgreich werden.  Stärkung und Optimierung der körpereigenen Abwehr- und Regulationsmechanismen ist der einzig erfolgversprechende Weg. Die eindimensionale Entwicklung teurer Krebsmedikamente führt ganz offensichtlich nicht zum Ziel, verbraucht aber große Teile der Ressourcen.

Kampf der weltweiten Fettleibigkeit

„Wir müssen der weltweiten Fettleibigkeit den Kampf ansagen“ – Diese Forderung haben nun Wissenschaftler in verschiedenen Beiträgen der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ gefordert. Sie fordern die Regierungen, ja sogar die Vereinten Nationen auf, verbindliche Richtlinien für die Bekämpfung der Fettleibigkeit aufzustellen. Diese besorgten Wissenschaftler stellen fest, dass die  zunehmende Fettleibigkeit zukünftig  erhebliche Probleme für die Volksgesundheit aber auch die Volkswirtschaft bringen wird. Diese Entwicklung hätte allerdings schon vor Jahrzehnten erkannt werden können, als nämlich die erheblichen Anstrengungen der Amerikaner, durch das staatliche "Low fat" Programm der 60er Jahre das Übergewicht der Bevölkerung  in den Griff zu kriegen, kläglich scheiterte. Durch die Reduktion von ( hochwertigem ) Fett und dessen Ersatz durch „Low fat“  Produkte ( mit Industriefetten ! ) und mehr Getreideprodukte, hat die Zahl der Übergewichtigen in USA deutlich zugenommen und nicht wie erwartet abgenommen!
Solange sich die Erkenntnis, was eigentlich fett macht, nicht durchsetzt oder behindert wird, sind globale Kampfmaßnahmen gegen die Fettleibigkeit blinder Aktionismus, der nichts verändern wird.