Corona Pandemie

Mit hoher Geschwindigkeit breitet sich das neue Corona-Virus seit Oktober 2019 ausgehend von Wuhan über den gesamten Globus aus. Bei den jetzt auf Anraten vieler wissenschaftlicher Experten ( v.a. Virologen und Epidemiologen ) von den verantwortlichen Politikern angeordneten Maßnahmen zur Reduktion von Kontakten und damit Ansteckungsrisiko wird ein wesentlicher Aspekt leider immer noch nicht berücksichtigt, der für den Schutz der gesamten Bevölkerung allerdings von großer Bedeutung ist. Der Schweregrad einer Infektion durch Mikroorganismen wie z.B. das Coronavirus wird im Wesentlichen durch 2 Faktoren bestimmt:
1. Die Viruslast, d.h. die Menge der in die Körperzellen eindringenden Erreger
2. Die Abwehrleistung des betroffenen Körpers
Dies erklärt, warum mehr ältere Menschen oder jüngere Menschen mit bestehenden chronischen Erkrankungen schwerere Krankheitsverläufe zeigen. Denn sowohl im Alter als auch bei vielen bestehenden chronischen Erkrankungen nimmt die Abwehrleistung des Körpers ab.
Regelmäßiges Händewaschen / Desinfizieren, Abstand halten, ggf. das Tragen von Atemschutzmasken sind richtige externe Maßnahmen, um eine Virusaufnahme in unseren Körper zu verhindern oder zumindest zu reduzieren. Wir dürfen aber die internen Maßnahmen nicht vergessen, die genauso wichtig sind:
1. Verringerung der Viruslast durch Verhinderung des Eindringens der Viren in die Zellen unserer Schleimhäute in Nasen, Rachen und Bronchien. Ein ausreichender Abstand und Atemschutzmasken sind hier effektive Maßnahmen. Zusätzlich zeigen einige standardisierte Pflanzenextrakte z.B. der polyphenolhaltige Extrakt aus der graubehaarten Zistrose oder der Extrakt aus der Kaplandpelargonie (Pelargonium sidoides) in wissenschaftlichen Studien, dass sie die Anbindung verschiedener Viren ( z.B. Influenza H5N1 ) an die Schleimhautzellen der oberen Atemwege behindern können und zusätzlich direkte antivirale Wirkung entfalten. Ähnliches konnte auch für Zink in Form von Lutschtabletten gezeigt werden. Auch wenn es naturgemäß noch keine Studien zur diesen Wirkungen in Bezug auf das Covid-19 Virus gibt, so ist der bei anderen Viren mit Hüllprotein gezeigte Wirkmechanismus einleuchtend und vielversprechend, so dass die Einnahme dieser Präparate gerade Menschen mit erhöhtem Risiko durchaus zu empfehlen ist.
2. Verbesserung der körpereigenen Abwehrsysteme
Es ist wissenschaftlich belegt und unbestritten, dass die Effektivität der körpereigenen Abwehrsysteme wie Immunsystem und antioxidatives Schutzsystem abhängig von einer ausreichenden Verfügbarkeit wichtiger Mikronährstoffe im Körper ist. Dies gilt z.B. für die Vitamine C, D, E, für die Mineralstoffe/Spurenelemente Selen, Zink und für verschiedene Pflanzenstoffe wie Polyphenole. Für Vitamin C und Vitamin D konnte darüber hinaus in Studien gezeigt werden, dass sie ganz wesentlich sind für die Abwehr von Virusinfekten.
Wenn wir den individuellen Schutz vor einer Covid-19 Infektion erhöhen wollen, dann müssen wir die präventive Einnahme von ausreichenden Mengen an Vitamin C und Vitamin D so wie auch anderen antiviralen und immunmodulierenden Nährstoffen empfehlen, dies gilt insbesondere für gefährdete Personen wie Alte, Menschen mit Vorerkrankungen aber unbedingt auch für all die mutigen Menschen, die unsere Versorgung aufrecht erhalten, wie Ärzte, Pflegekräfte, Polizisten, Verkäufer/innen, Busfahrer/innen und viele mehr. Daher ist eine breit angelegte Versorgung dieser Bevölkerungsgruppen mit ausreichenden Mengen v.a. an Vitamin C ( 1-3 Gramm pro Tag ), Vitamin D ( 4.000 - 6.000 I.E. pro Tag ) sowie Selen, Zink oder antivirale Pflanzenstoffe zur Bekämpfung der gegenwärtigen Pandemie von ähnlicher Bedeutung, wie die Reduktion der Kontakte. Durch eine Verbesserung der Immunabwehr bei möglichst vielen Menschen, können wir die Zahl der schweren Verläufe reduzieren, unser Gesundheitssystem entlasten und so auch Todesfälle vermeiden.
3. Vitamin C Hochdosistherapie bei schwereren Verläufen 
Die hochdosierte Vitamin C Infusions-Therapie mit 15 Gramm Vitamin C und mehr wird seit Jahren bei verschiedenen Virus-Infektionen erfolgreich eingesetzt. Die viruzide Wirkung wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen, ernste Nebenwirkungen dabei sehr selten beobachtet. Daher ist es aus medizinischer Sicht nicht nachzuvollziehen, dass diese Therapie nicht auf breiter Basis eingesetzt, sondern im Gegenteil völlig zu Unrecht verunglimpft wird. Dies zeigt eine fehlende Sachkenntnis der Kritiker. Die Patienten versterben nicht an einer direkten Viruswirkung, sondern an den durch das Virus und/oder bakterielle Sekundärinfektionen ausgelösten schweren entzündlichen und oxidativen Schäden des Lungengewebes und auch anderer Organsysteme. Die sich in Erprobung befindenden Präparate, wie das ursprünglich gegen Ebola entwickelte Remdesivir haben sich bis jetzt nicht als erfolgreich erwiesen und zeigen im Gegensatz zu Vitamin C viele Nebenwirkungen. Es ist völlig unverständlich, dass im Rahmen von „Discovery“ europaweit große und kostenintensive Testreihen durchgeführt werden, um bekannte Medikamente auf ihre mögliche Eignung als Therapeutikum gegen das SARS-Cov-2 Virus zu untersuchen, sich aber niemand bemüht, den Einsatz von hochdosiertem Vitamin C im klinischen Setting zu überprüfen. Die Nebenwirkungen sind gering, dass wissen wir seit Jahrzehnten aus vielen Hunderttausend Anwendungen weltweit. Vitamin C lässt sich allerdings nicht patentieren.
Bezeichnenderweise wird die Hochdosis Vitamin C Infusions-Therapie in China inzwischen in verschiedenen großen Klinik eingesetzt und es werden dazu mehrere wissenschaftliche Studien durchgeführt. Die Regierung von Shanghai hat inzwischen eine offizielle Empfehlung zum Einsatz von Vitamin C zur Vorbeugung und Behandlung von Covid-19 Infektionen herausgegeben. Auch in mehreren Krankenhäusern in USA werden jetzt Vitamin C Infusionen zur Behandlung eingesetzt. Dr. Andrew G. Weber Lungenfacharzt und Intensivmediziner in New York bestätigt, dass Vitamin C Infusionen (4x täglich 1,5 g) den Zustand der behandelten Patienten signifikant verbessert haben. In einer wissenschaftlichen Studie aus Finnland konnte gezeigt werden, dass die Vitamin C Einnahme die Dauer einer intensivmedizinischen Behandlung deutlich verkürzen konnte.
Wir möchten dazu auffordern, diese durch Studien belegte, vielversprechende Therapie endlichauch bei uns einzusetzen. Die entsprechenden Therapieprotokolle sind ja bekannt.
4. Ausreichende Vitamin D Spiegel und Cathelicidin-Produktion
Wie schon viele Influenza Epidemien so hat auch die Corona-Infektionswelle in der dunklen und kalten Jahreszeit begonnen, die u.a. durch einen Vitamin D Mangel bei vielen Menschen gekennzeichnet ist. Stark betroffene Regionen wie Wuhan oder Norditalien weisen hohe Luftverschmutzung aus, die den hohen Anteil von Menschen mit Lungenerkrankungen erklärt. Die Kombination aus Luftverschmutzung, bestehender Lungenschädigung und Vitamin D Mangel war die ideale Ausgangssituation für eine rasante Ausbreitung der Covid-19 Erkrankung in diesen Regionen.
Eine ausreichende Vitamin D Versorgung ist wichtig für die Integrität und den Schutz der Schleimhaut gegenüber Viren und Bakterien. Vitamin D verstärkt die Freisetzung körpereigener Abwehrstoffe wie Cathelicidin und Defensin, die direkt gegen Viren wirken. Vitamin D fördert auch die körpereigene Produktion wichtiger antioxidativer Schutzsubstanzen wie z.B. Glutathion. Vitamin D ist gleichzeitig auch ein Modulator der Immunatwort und kann somit die überschießenden Reaktionen reduzieren, die bei Covid-19 zu schweren Entzündungen der Lunge führen können.
Dr. Tom Frieden, früherer Direktor der amerikanischen Gesundheits-Behörde CDC (Center for Disease Control) hat am 23. März 2020 die Einnahme von Vitamin D zum Schutz gegen Covid-19 empfohlen.
Die Vitamin D Spiegel sollten ausreichend hoch sein (40-60 ng/ml oder 100-150 mmol/l). Dazu ist in aller Regel die Einnahme von ca. 6.000 I.E. Vitamin D pro Tag eventuell auch mehr erforderlich.
Es reicht nicht aus, Vitamin D erst beim Auftreten von Symptomen einzunehmen. Hier ist die präventive Einnahme entscheidend, denn der Spiegel muss bereits bei Infektionsbeginn hoch genug sein, so dass der Körper bereits ausreichende Mengen an Cathelicidin und ß-Defensin bilden konnte, die entscheidend sind für die Virusabwehr.
5. Polyphenole
Es konnte in aktuellen Studien gezeigt werden, dass verschiedene Pflanzenstoffe das Hauptprotein (Mpro) der SARS Cov 2 Viren hemmen und so die Replikationsrate reduzieren können.

Fazit
Ein gesunder, funktionsfähiger Organismus, der sich nicht ständig mit unnötigen Herausforderungen und Störfaktoren wie Rauchen, Alkoholgenuss und v.a. ungesunder Ernährung mit Junkfood und Süßigkeiten beschäftigen muss, ist für die Bedrohungen durch das Corona-Virus in jedem Fall besser gewappnet. Daher sollte gerade in diesen Zeiten auf eine gesunde Ernährung mit hochwertigen, frischen Nahrungsmitteln, bei gleichzeitigem Verzicht auf Tabak und Alkohol, so wie Fertignahrung und Süßigkeiten geachtet werden. Verschiedene Nährstoffe und Pflanzenstoffe können einerseits die Viruslast reduzieren und andererseits auch die Abwehrsysteme (Immunsystem, Antioxidatives System) stärken. Entgegen aktueller Darstellungen in den Medien gibt es hierzu zahlreiche internationale Studien und viele Belege aus der klinischen Praxis. Daher sollte die Zufuhr dieser Nähr- und Pflanzenstoffe fester Bestandteil einer sinnvollen Prävention und Therapie sein. Dies gilt ganz besonders, da wir keine präventiven und auch wenig wirklich effektive therapeutische Optionen haben. Das anerkannte MIT (Massachusetts Institute of Technology) hat in einer aktuellen Studie gezeigt hat, dass Virus haltige Aerosole beim Husten und Niesen bis zu 7 m weit fliegen. Der empfohlene Abstand von 2 m wäre danach allein auch kein ausreichender Schutz..

Dr. med. Hans-Peter Friedrichsen

Geschäftsführender Vorstand der
Ärztegesellschaft für
Erfahrungsheilkunde